Bereits im November 1930 wurde von Hans Kissenbeck, Paul Sartor und Turnvater Ernst Schiffmann die "Flugsportvereinigung Gladbeck in der Vestischen Luftfahrtvereinigung" ins Leben gerufen. Alle Unterlagen dieser Gründung fielen leider den Kriegsereignissen zum Opfer. Geflogen wurde damals mit selbstgebauten einfachen Gleitern am Flugplatz Borkenberge. Die nach heutigem Maßstab primitiven Segelflugzeuge trugen jedoch stolze Namen wie "Jäger der Lüfte" oder "Dominicus". Nachdem Hermann Göring versprochen hatte, die Deutschen zu einem Volk der Flieger zu machen und der Verein sich dem Zugriff der Nationalsozialisten nicht mehr entziehen konnte, erhielt der Verein den Namen "Fliegerortsgruppe Recklinghausen, Stützpunkt Gladbeck".

Als Anfang der 50er Jahre das Besatzungsstatut aufgehoben wurde und damit der Segelflug wieder erlaubt wurde, fanden sich die Gladbecker Segelflieger wieder zusammen und gründeten am 17.07.1951 im Marktstübchen den "Gladbecker Fliegerclub", der später in "Fliegerclub Gladbeck und Kirchhellen e.V." umbenannt wurde. Gründungsmitglieder waren damals die Herren Paul Sartor, Hans Kissenbeck und Karl Katzner. Am 08.12.1951 trat der Verein dem Deutschen Aeroclub (DAeC) bei. Der Flugbetrieb wurde Mitte 1952 auf dem Flugplatz Essen-Mülheim mit dem selbstgebauten Schulgleiter SG 38 aufgenommen. Die Baukosten betrugen damals 347,70DM.

Gleiter

Karl Katzner bei Flügen mit dem Schulgleiter SG 38

Der Flugbetrieb in der "Schwarzen-Heide" in Kirchhellen begann nach vielen Bemühungen am 09.05.1959. In den Folgejahren ging es mit dem Verein bergauf. Der Flugzeugpark wurde kontinuierlich aufgestockt und eine Doppeltrommelwinde sowie eine Schleppmaschine wurden angeschafft. Mit dieser hervorragenden Infrastruktur war man bestens ausgerüstet, um die Ausbildungsquote zu erhöhen.

Flugplatz

Der Flugplatz Dinslaken Schwarze Heide im Jahr 2001

Der Fliegerclub Gladbeck und Kirchhellen heute

Der Fliegerclub Gladbeck und Kirchhellen e.V. gehört heute zu den ausbildungsstärksten Vereinen in der Schwarzen-Heide. In den vergangenen 50 Jahren hat der Verein ca. 250 Segelflieger ausgebildet. Hierzu wurden mehr als 1.500 theoretische und praktische Prüfungen abgelegt. Der Fliegerclub Gladbeck und Kirchhellen hat sich aber nicht nur der Ausbildung von Fliegern gewidmet. In den Jahren wurden zahlreiche Leistungsflüge in zentralen und dezentralen Wettbewerben absolviert. Heute sind mit den leistungsfähigen Segelflugzeugen Streckenflüge von über 600km keine Seltenheit mehr.

LS4

Vorbereitung zum Überlandflug

Den Schwerpunkt der Vereinsaktivitäten sieht der Fliegerclub Gladbeck und Kirchhellen nach wie vor in der Jugendarbeit. Zur Zeit hat der Verein 101 Mitglieder, von denen 45 Mitglieder den Segelflug aktiv betreiben. Erfreulicherweise verzeichnet der Verein 14 aktive Mitglieder zwischen 14 und 21 Jahren. Den Segelflugsport können Jugendliche bereits mit dem 14. Lebensjahr ausüben.

Fliegerleben

Fliegerleben am Start

Idealismus ist im Segelflug auch heute noch Voraussetzung für die Vereinsarbeit. Zwar werden die Flugzeuge heute gekauft und nicht mehr selbst gebaut, die Wartung und Reparatur der Segler sowie die Ausbildung des Fliegernachwuchses erfolgt jedoch ausschließlich durch ehrenamtliche Vereinsmitglieder. Nur durch das Ehrenamt kann die Fliegerei zu erschwinglichen Preisen angeboten werden. Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle an die Werkstattleiter und Fluglehrer, die ohne Aufwandsentschädigung dem Verein zur Verfügung stehen. Die Ausbildung der Nachwuchspiloten findet an jedem Samstag, Sonntag und Feiertag von März bis Oktober statt. Zusätzlich wird in diesem Jahr der Verein zu einem zweiwöchigen Ferien- und Schulungslehrgang nach Brandenburg fahren.

Der Fliegerclub Gladbeck und Kirchhellen besitzt z.Zt. einen Schulungsdoppelsitzer und einen Schulungseinsitzer sowie zwei Leistungseinsitzer. Vor 3 Jahren wurde ein doppelsitziger Motorsegler angeschafft, der zur Schulung und zum Überlandflug eingesetzt wird. Eine moderne Doppeltrommelwinde wird mit dem befreundeten Flugsportverein Oberhausen betrieben, so dass der Fliegerclub auch über eigenes Startgerät verfügt. Einsitzige Leistungssegelflugzeuge kosten heute mit Instrumentierung und Anhänger schnell 100.000,--DM und mehr. Für die Zukunft ist die Anschaffung des Hochleistungsdoppelsitzers „Duo Discus“ geplant.

Rückblickend betrachtet kann der Fliegerclub Gladbeck und Kirchhellen e.V. stolz auf das Geleistete sein. Was die Zukunft bringen wird, ist nur zum Teil vom Verein beeinflussbar. Große Sorge bereitet den Fliegern die ständige Veränderung des uns umgebenden Luftraumes und des Flugplatzes. Ob der Flugsport und hier insbesondere der Segelflugsport auch in den kommendenden Jahren weiterbetrieben werden kann bleibt zu hoffen.

Fliegerclub Gladbeck und Kirchhellen e.V.

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